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am 15. August vor vierzig Jahren wurde die Ausstellung ›Preußen – Versuch einer Bilanz‹ eröffnet 08/2021

Wer hätte am 15. August 1981 gedacht, dass mit der Eröffnung der Ausstellung Preußen – Versuch einer Bilanz ein neues Lebenskapitel für viele Beteiligte beginnen sollte. Die Strapazen der zurückliegenden Wochen waren noch in den Knochen, jetzt galt es, die Ausstellung in einem Haus ohne Museumsinfrastruktur reibungslos ins Laufen zu bekommen. Aus dem ehemaligen Kunstgewerbemuseum, nach Restaurierung Martin-Gropius-Bau genannt, wurde ein neuer, kultureller Ankerpunkt Westberlins. Viele blieben diesem Haus als Arbeitsplatz lange treu, die meisten fanden im Museums- und Ausstellungswesen ihr neues Arbeitsumfeld.
In den letzten Wochen kamen viele Fotos und Dokumente zusammen. Herzlichen Dank an die Fotografin Margret Nissen, die damalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Fotografin Sabine Hollburg, den damaligen Wissenschaftlichen Mitarbeiter Wolfgang E. Weick, den Museumstechniker Thomas Kupferstein und an den damaligen  Werkstättenleiter Gottfried Engels.
Wer in seinem Archiv noch Fotos und Dokumente findet, ist herzlich eingeladen, sie in die Sammlung einzubringen, damit diese eine gewisse Allgemeingültigkeit erlange.

1981 Preussen – Versuch einer Bilanz

 

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Die künstlerischen Arbeiten Jürg Steiners sind hier zu finden.

Szenografie – Sieben Ausstellungen

Projekte der letzten 10 Jahre in Sachsen-Anhalt 11/2020

Eigentlich hätte das Buch Szenografie – sieben Ausstellungen schon im April 2020 zum 70. Geburtstag von Jürg Steiner erscheinen sollen, doch die Pandemie verzögerte auch dieses Projekt. Jetzt steht die aufwändig gestaltete Dokumentation zur Auslieferung bereit.

Von 2011 bis 2019 realisierte Jürg Steiner mit seinem Team sieben Ausstellungsprojekte für die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz.

In Naumburg betreute er die Landesausstellung Der Naumburger Meister – Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen, die Ausstellung Welterbe? Welterbe! und die Digitale Exponatbeschriftung im Domschatzgewölbe. In Merseburg wurde er mit der Gestaltung der großen Ausstellungen Thilo von Trotha – Merseburgs legendärer Kirchenfürst,  mit 1000 Jahre Kaiserdom Merseburg und mit Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte betraut. In Zeitz inszenierte der Szenograf im Lutherjahr die Ausstellung Dialog der Konfessionen – Bischof Julius Pflug und die Reformation.

Ein Gespräch zwischen Ulrich Borsdorf und Jürg Steiner leitet auf die folgenden sieben Kapitel über, in denen reich bebilderte Ausstellungserlebnisse zwischen Szenenbildern, Lichtkunst und museumstechnischen Innovationen wechseln. In der souveränen Gestaltung von Nicolaus Ott lässt das Buch den reinen Dokumentationszweck hinter sich und wird so auch für Nichtfachleute zu einem anschaulichen, lehrreichen Erlebnis.

Hier lassen sich Projektfotos anklicken und einige Doppelseiten des Buchs herunterladen.

Szenografie – sieben Ausstellungen, 264 Seiten im Quart-Format, Michael Imhof Verlag, ISBN 978-3-7319-1081-7, 29,95 €.

 

2020 Ins Licht

Gedenkstätte Konzentrationslager Sachsenburg

Wettbewerb in Frankenberg (Sachsen) 10/2020

Im August 2020 lud die sächsische Stadt Frankenberg zu einem Ideenwettbewerb ein, um  die verfallene Kommandantenvilla des früheren NS-Konzentrationslagers Sachsenburg (1933–1937) zur Gedenkstätte umzugestalten. Dabei waren einerseits Elemente des Hauses und sein Bezug zum Außengelände bestmöglich zu erhalten, andererseits sollte eine Rekonstruktion der etwa 100 Jahre alten Villa mit Nutzung als mehrgeschossiges Gebäude ausdrücklich ausgeschlossen bleiben. Unser Konzept sah eine virtuelle Rekonstruktion der äußeren Kontur vor als neuer Baukörper in Gestalt einer hölzernen Leistenfassade auf dem bestehenden Kellergeschoss aus Porphyr.

Im Innenraum der Gedenkstätte kehrt sich das Verhältnis von Leerraum und Körper um: Während die hölzerne Lattenfassade Licht und Luft einlässt, sollen die Fenster blickdicht mit medialen Installationen verschlossen sein, die die beklemmende Geschichte des Areals in Erinnerung rufen. Zugleich gestaltet der Entwurf den Innenraum variabel für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten im Rahmen des Gedenkstättenkonzeptes. Es könnten darin sowohl wechselnde Ausstellungen, Konzerte, Vorträge wie Kunstinstallationen stattfinden. 

 Als barrierefreie Zugänge verbinden lange Rampen aus Sichtbeton die Gedenkstätte mit dem umliegenden Außengelände und markieren zugleich wichtige Blickachsen von der Kommandantenvilla aufs angrenzende frühere KZ-Gelände mit den Fabrikgebäuden einer ehemaligen Spinnerei.

Entwurf Jürg Steiner, Victor Martinez Galipienzo

2020 Sachsenburg Kommandantenvilla