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Merseburger Zaubersprüche 10/2021

Am 1. Oktober 1021 wurde der Merseburger Dom geweiht. Unter dem Titel ›Geweiht für die Ewigkeit. 1000 Jahre Weihe Merseburger Dom‹ eröffneten die Vereinigten Domstifter 1000 Jahre später gleichzeitig drei Ausstellungen im Merseburger Dom. Noch älter als der Dom sind die Merseburger Zaubersprüche, hier der erste Merseburger Zauberspruch:
Eiris sazun idisi, sazun heraduoder.
Suma hapt heptidun, suma heri lezidun,
suma clubodun umbi cuonio uuidi.
Insprinc haptbandun, inuar uigandun! H

Das Original, die Auflösung in heutige Sprache und eine kalligrafische Animation des Zauberspruchs sind in der Marienkapelle am Merseburger Dom zu sehen.

Die ersten vier Bilder sind aus der Marienkapelle, nach der Vitrinenskizze folgen die interaktiven Pulte an verschiedenen Stellen des Doms. Die letzen drei Fotos zeigen die Lichtinszenierung in der Südklausur und im Kapitelhaus.

Veranstalterin: Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz
Dechantin: Prof. Dr. Karin Freifrau von Welck
Stiftsdirektor: Dr. Holger Kunde
Kurator: Markus Cottin

Ausstellungs- und Lichtdesign: Prof. Jürg Steiner mit Víctor Martínez Galipienzo, Annabelle Schuster und
Schreiber Museumseinrichtung, Geyer (Sicherheitsvitrine), BRS Tischlerei, Zeitz (Lesepulte), Möbel Albrecht, Naumburg (Tischlerarbeiten), Frank Scheibe, Naumburg (Buchwiege), VST Saalfeld, (Bildschirme), Fahnen Hübscher, Berlin (Textbanner)

Kalligrafie-Animation in der Marienkapelle

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Die künstlerischen Arbeiten Jürg Steiners sind hier zu finden.

40 Jahre Ausstellung ›Preußen – Versuch einer Bilanz‹

Eröffnung am 15. August 1981 im Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg 08/2021

Wer hätte am 15. August 1981 gedacht, dass mit der Eröffnung der Ausstellung Preußen – Versuch einer Bilanz ein neues Lebenskapitel für viele Beteiligte beginnen sollte. Die Strapazen der zurückliegenden Wochen waren noch in den Knochen, jetzt galt es, die Ausstellung in einem Haus ohne Museumsinfrastruktur reibungslos ins Laufen zu bekommen. Aus dem ehemaligen Kunstgewerbemuseum, nach Restaurierung Martin-Gropius-Bau genannt, wurde ein neuer, kultureller Ankerpunkt Westberlins. Viele blieben diesem Haus als Arbeitsplatz lange treu, die meisten fanden im Museums- und Ausstellungswesen ihr neues Arbeitsumfeld.
In den letzten Wochen kamen viele Fotos und Dokumente zusammen. Herzlichen Dank an die Fotografin Margret Nissen, die damalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Fotografin Sabine Hollburg, den damaligen Wissenschaftlichen Mitarbeiter Wolfgang E. Weick, den Museumstechniker Thomas Kupferstein und an den damaligen  Werkstättenleiter Gottfried Engels.
Wer in seinem Archiv noch Fotos und Dokumente findet, ist herzlich eingeladen, sie in die Sammlung einzubringen, damit diese eine gewisse Allgemeingültigkeit erlange.

1981 Preussen – Versuch einer Bilanz

Kugelleuchte für homogene Wandausleuchtung

Teilprojekt für ›Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst‹ 08/2021

Für die Nutzungserweiterung der Bibliothek als museumspädagogische Raumfolge galt es unter anderem, vorhandene Bibliotheksregale zu verglasen und zu beleuchten.

Da keine geeigneten Leuchten mit gleichmäßigem Licht von oben bis unten, blendarm und mit elegantem Auftritt (die Leuchten spiegeln sich in der Verglasung) gefunden wurden, entwickelten wir eine Kugelleuchte für LED-Lampen mit GU10-Fassung, die im 3D-Drucker hergestellt wird. Das geeignetste Leuchtmittel mit einem Abstrahlwinkel von 120° hinterleuchtet die semitransparente Kugel so, dass der obere Wandbereich diffus ausgeleuchtet wird. Die direkte Strahlung beleuchtet weiter unten die Wand und den Boden übergangslos.
Auf dem 5. und 6. Bild sind Beleuchtungsproben in unserem Büro zu sehen. Die nächsten drei Bilder zeigen die Bibliothek vor der endgültigen Einrichtung. Das letzte Bild zeigt die Direktorin des Hauses, Dr. Gisela Vetter-Liebenow während der Beleuchtungsprobe im Museum am 28. Juni 2021

Entwurf: Jürg Steiner
Mitarbeit: Víctor Martínez Galipienzo, Annabelle Schuster, Colin Steiner

40 Jahre Lichtplanung in Museen und Ausstellungen

1981 bis 2021 06/2021

Aus dem Theater ins Museum: Die Umstellung 1981 fiel nicht leicht, denn die Bühnenscheinwerfer waren einfach nicht aus dem Kopf zu bekommen (ins Museum passten sie nur in seltenen Fällen, sie sind zu groß und zu leistungsstark). Wir fingen schon bei der Ausstellung Karl Friedrich Schinkel – Werke und Wirkungen vor 40 Jahren an, geeignete Miniaturscheinwerfer bauen zu lassen, ein Trend, der mithilfe ausgewiesener Firmen, die sich auch Scheinwerferbau spezialisierten, bis heute anhält. Gab es Phasen, in denen wir dachten, zukünftig nur noch Licht zu machen, hat sich unsere Ausrichtung verfestigt: eine Gestaltungsaufgabe integral anzugehen und dabei das Licht von Anfang an als Teil des Entwurfs zu verstehen.
Die Fotografinnen und Fotografen werden im anliegenden Download erwähnt, wo auch die Daten und Orte nachzuvollziehen sind.

2021 – 40 Jahre Licht in Museen und Ausstellungen

Szenografie – Sieben Ausstellungen

Projekte der letzten 10 Jahre in Sachsen-Anhalt 11/2020

Eigentlich hätte das Buch Szenografie – sieben Ausstellungen schon im April 2020 zum 70. Geburtstag von Jürg Steiner erscheinen sollen, doch die Pandemie verzögerte auch dieses Projekt. Jetzt steht die aufwändig gestaltete Dokumentation zur Auslieferung bereit.

Von 2011 bis 2019 realisierte Jürg Steiner mit seinem Team sieben Ausstellungsprojekte für die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz.

In Naumburg betreute er die Landesausstellung Der Naumburger Meister – Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen, die Ausstellung Welterbe? Welterbe! und die Digitale Exponatbeschriftung im Domschatzgewölbe. In Merseburg wurde er mit der Gestaltung der großen Ausstellungen Thilo von Trotha – Merseburgs legendärer Kirchenfürst,  mit 1000 Jahre Kaiserdom Merseburg und mit Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte betraut. In Zeitz inszenierte der Szenograf im Lutherjahr die Ausstellung Dialog der Konfessionen – Bischof Julius Pflug und die Reformation.

Ein Gespräch zwischen Ulrich Borsdorf und Jürg Steiner leitet auf die folgenden sieben Kapitel über, in denen reich bebilderte Ausstellungserlebnisse zwischen Szenenbildern, Lichtkunst und museumstechnischen Innovationen wechseln. In der souveränen Gestaltung von Nicolaus Ott lässt das Buch den reinen Dokumentationszweck hinter sich und wird so auch für Nichtfachleute zu einem anschaulichen, lehrreichen Erlebnis.

Hier lassen sich Projektfotos anklicken und einige Doppelseiten des Buchs herunterladen.

Szenografie – sieben Ausstellungen, 264 Seiten im Quart-Format, Michael Imhof Verlag, ISBN 978-3-7319-1081-7, 29,95 €.

 

2020 Ins Licht