Preussen 1701 – Eine europäische Geschichte

Orangerie Schloss Charlottenburg 04/2001

Die Orangerie des Charlottenburger Schlosses gilt gemeinhin als schwer bespielbarer Raum, doch wird dabei vergessen, dass die ungewöhnliche Raumtiefe geradezu einen Archetyp barocker Festarchitektur ermöglicht.Die unglaubliche Raumtiefe ermöglicht den Bau von Perspektiven wie in keinem anderen Ausstellungsraum. Der zentral-axiale Sichtbezug öffnet sich im Lauf des Ausstellungsrundgangs nach links und rechts in Vertiefungszonen. Die Nähe zur Gestaltungswelt und Dramaturgie des barocken Theaters wird durch eingestellte Wände betont und ergibt eine sinnfällige Verwendung für die Ausstellung. Vom Vorspiel über die Einführung der Protagonisten bis zum zentralen Höhepunkt führt Glanzzeit hinüber zum Finale.
Ein multifunktionaler, temporärer Vorbau (zweitletztes Bild) und ein kombinierter Sonnen- und Regenschutz vor der Südfassade (letztes Bild) komplettieren das umfassende Gestaltungswerk.

Zu diesem Projekt ist 2001 die 80-seitige Publikation Preußen 1701 – Bilanz einer Krönungsausstellung, herausgegeben von Jürg Steiner in Zusammenarbeit mit Christoph Lind, im Ernst Wasmuth Verlag, Tübingen und Berlin, veröffentlicht worden – mit reichhaltiger Bebilderung und dem Festvortrag Christoph Stölzls vom 8. Mai 2001.

2001 Preußen 1701