Masterplan Neandertal

Konzept zur Überarbeitung der Fundstelle des Neandertalers in Form von sieben ›Interventionen‹ 05/2016

Im September 2014 lud die Stiftung Neanderthal Museum in einem Werkstattverfahren Neandertal vier Büros ein, im Rahmen des Masterplanes Neandertal eine konzeptionelle Idee zur Überarbeitung der Fundstelle des Neandertalers zu entwickeln. Die Auslobungsvorgaben weit auslegend, ließen wir uns von einem Begriff des französischen Historikers Pierre Nora (*1931) anregen, der vom lieu de mémoire spricht, dem Ort der Erinnerung. Wir fragten uns, ob sich beim Publikum ein Sentiment entwickelt, wenn der genaue Ort der Höhle erreicht wird, in der die Gebeine des Neandertalers gefunden wurden. Dieser Ort befindet sich heute weit über der Fundstelle genannten Freianlage – er liegt gleichsam in der Luft. So entstand der ›Höhlenblick‹ – der über zwei gegenläufige Rampen mit Podesten barrierefrei zu erreichen ist. Exponate erläutern beim Gehen die Veränderungen des Fundortes und seiner Umgebung. Der rhythmische Wechsel vom Innen zum Außen lässt das Publikum immer wieder andere Perspektiven erleben.

Mit dieser Idee konnten wir den Wettbewerb gewinnen und wurden damit beauftragt, das Konzept zu verfeinern und auch den Weg vom Museum zur Fundortstelle in Form von sieben ›Interventionen‹ zu gestalten.

Die drei letzten Fotos sind von Dr. Bärbel Auffermann aus dem Mai 2022.

Download Dokumentationen: 

Neanderthal Interventionen 1–5

Neanderthal Interventionen 6 und 7