Dauerausstellung – Haus der Wannsee-Konferenz

Gedenk- und Bildungsstätte in Berlin-Zehlendorf 01/1992

In enger Kooperation mit dem hochgeschätzten Gründungsdirektor Gerhard Schoenberner entwarfen wir neben der Innenarchitektur die Dauerausstellung. Schoenberner (1931–2012) war ein Meister des präzisen Worts und der spannungsreichen Bildredaktion. Wir machten uns zur Aufgabe, den lieu de mémoire erlebbar zu machen und dabei Thema, Bilder, Dokumente mit Texten und dem Haus in Einklang zu bringen. Das Ausstellungssystem löst sich von den Wänden, die mal original, mal interpretierend sind. Möbel und Beleuchtung nehmen sich zurück – so wird der Inhalt gleichsam Architektur. Das Prinzip der doppelten Haut – Ausstellung auf mehrheitlich mattierten, nicht wandfüllenden Mineralglasplatten mit großbürgerlicher Raumfolie dahinter, wurde Vorbild für viele vergleichbare Aufgabenstellungen. Zu dem geglückten Konzept führte auch der Umweg über einen nicht weiter verfolgten Musterraum.

Fotos: Haus der Wannsee-Konferenz, Werner Zellien, Wolfgang Schackla, Jürg Steiner

1992 Haus der Wannsee-Konferenz