Archiv für das Jahr: 1983

Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes

Martin-Gropius-Bau Berlin-Kreuzberg 11/1983

Alljährlich veranstaltete der Deutsche Künstlerbund eine große Ausstellung an wechselnden Orten. Das hohe Renommee des Verbandes unter seinem damaligen Präsidenten Thomas Grochowiak gestattete die gleichzeitige Bespielung der Nationalgalerie und des Martin-Gropius-Baus. Das Foto zeigt die Nordrotunde mit dem Aufbauleiter Jürg Steiner und der Künstlerin Karina Raeck beim Aufbau ihres Kenotaphen. Bemerkenswert ist der Zustand des Raumes: Originale Putzreste und offenes Mauerwerk sind noch erkennbar. Diese melancholische Aura ist infolge späterer Renovierungsmaßnahmen gänzlich verloren gegangen.
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Achim Freyer – Malerei

Orangerie Schloss Charlottenburg

Der Maler, Bühnenbildner und Regisseur Achim Freyer stellte die Ausstellung im Auftrag der Berliner Festspiele GmbH selbst zusammen. Seinem Wunsch entsprechend, verwirklichte Jürg Steiner für seine im wahrsten Sinne des Wortes wilde Malerei gemeinsam mit Stephan Andreae ein neues, originelles Ausstellungskonzept: Zwei Bilder wurden auf Latten übereinander fixiert und an das obere Stuckprofil der Wände gelehnt. Diese unkonventionelle Präsentation – die Fenster blieben frei und der Raum leer – war die kreative Antwort auf einen Raum, den nur wenige meistern. Die Ausstellungstechnik erregte Aufsehen und wurde von der Presse gelobt. Weiterlesen

Zeltvorbau Achim Freyer, Malerei

Orangerie Schloss Charlottenburg 10/1983

Der für die Orangerie 83 errichtete Garderoben-Zeltvorbau wurde für die Präsentation einer Bühnenmalerei von Achim Freyer umgenutzt, indem dieser die textile Eindeckung durch Bühnenleinen ersetzte. Die Konstruktion ist bei dieser Bespannung gut zu erkennen: In einem Raster von 1 m sind sechs Felder aus Rohren mit einem Durchmesser von 48,3 mm hintereinander angeordnet. Durch die versetzte Lage der Knoten entsteht ein räumliches Fachwerk, das durch kurze Stempel in der Tiefe und durch Diagonalen ausgesteift wird.
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