Die Mongolen

Völkerkundemuseum Berlin, SMPK, Abteilung Ostasien in der Zitadelle Spandau 01/1990

Die Berliner Station der Ausstellung verantwortete Claudius Müller umsichtig der Leiter der Abteilung Ostasien im Berliner Museum für Völkerkunde, im Bewusstsein, dass es sich auf der Zitadelle nicht um eigentliche Museumsräume handele.
In der Zitadelle Spandau stoßen historische an Räume aus den 1970er-Jahren. Für die Ausstellung suchten wir ein raumverbindendes Gestaltungselement, das erlaubte, mit dieser Vorgabe unaufdringlich umzugehen. Raumvitrinen mit Anklang an mongolische Jurten gliederten die Räume, lenkten das Publikum und gaben den Objekten aus der Geschichte des Reitervolkes einen würdigen Rahmen. Die Vitrinen mit einer Grundstruktur aus System 180 und einer transluzenten Teildecke aus Schleiernessel wurden mit der für die Ausstellung entwickelten Einzelleuchte mit Drehrad beleuchtet.

Während die Besichtigung der vorherigen Station in Hildesheim in den Tagen nach der Grenzöffnung stattfand, war für Menschen aus dem Havelland die Zitadelle die erste Station auf dem Weg nach Berlin, sodass der Zuspruch über Erwarten intensiv war.

Das letzte Bild zeigt den regengeschützten Übergang vom Alt- zum Neubau.

Fotos: Werner Zellen, Berlin