Museum am Ostwall – Sanierung und Modernisierung

Dortmund-Mitte 08/1990

Für die Ausstellung Jenseits der Großen Mauer – der erste Kaiser von China und seine Terrakotta-Armee sollte das städtische Museum für Moderne Kunst neu gestrichen werden. Bei genauerer Untersuchung stellte sich heraus, dass Beleuchtung und Fußböden nicht mehr zu renovieren waren. Kurzfristig fiel die Entscheidung, das Haus für 3 Millionen DM zu sanieren. Im Obergeschoss erhielt der Lichthof neue Durchbrüche. Eine Wand dahinter schließt den Umgang und gibt dem Gartensaal eine bessere Proportion. Die Oberlichter wurden freigelegt und neu verglast. Das Dach erhielt eine adäquate Wärmedämmung. Im Abgang zu den Herrentoiletten passten wir durch Verdichtung den Aufenthaltsraum für das Personal ein. In der Damentoilette bauten wir ohne Platzverlust durch geschickte Raumausnutzung einen Fahrstuhlschacht ein. Das ganze Haus erhielt das wegweisende Temperiersystem. Spuren aus den entscheidenden Phasen des Bauwerks spürten wir auf, legten sie offen und setzten sie zur Unterstützung der einmaligen Aura des Hauses ein.
Zudem entwickelten wir für das die Lichtinsel. Wir statteten das indirekte Licht und die Wandfluter mit Kompaktleuchtstofflampen aus, einem damals üblichen sparsamen Leuchtmittel.

Veranstalter
Rheinisch-Westfälische Auslandsgesellschaft e.V., Dortmund
Günther Löb

Beratung
Wolfgang E. Weick, Leitender Städtischer Museumsdirkektor,
Dr. Ingo Bartsch, Direktor des Museums am Ostwall

Architektur und Bauleitung
Jürg Steiner mit Hasso von Elm, Dieter Guschlbauer,
Joachim Stanitzek

Ausführung
Rundholz, Dortmund (Bauhauptgewerbe)
Selux, Berlin (Lichtiniseln)

Fotografien
Die ersten 9 Fotos machte Manuel Kubitza (Köln) 1991

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Gestaltung Museum am Ostwall

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Text von Sonja Hnilica