Archiv für das Jahr: 1985

Orangerie ‘85 Deutscher Kunsthandel im Schloss Charlottenburg

Orangerie Schloss Charlottenburg 09/1985

Hohe Übereinstimmung zwischen Ort und Ausstellung kennzeichnete die vierte ›Orangerie‹. Die von einem der Mentoren der Veranstaltungsreihe, dem ehemaligen Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Leopold Reidemeister, ausgerufene Losung ›Nie gegen den Raum, immer mit dem Raum‹ wurde strikt umgesetzt: Mittig vor dem Fenster steht eine Vitrine; durch Schleiernesselbespannung der Scheiben mischt sich diffuses Hinterlicht mit Kunstlicht von oben. Die axial angeordneten Stellwände werden durch diagonale Aufstellung optimal mit Tageslicht versorgt und bilden zugleich Kabinette und offene Räume. Weiterlesen

Europa und die Kaiser von China

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg 05/1985

Zeitgleich mit Ausstellung Palastmuseum Peking – Schätze aus der Verbotenen Stadt zeigten die Berliner Festspiele im Obergeschoss eine kulturhistorische Schau, die die mannigfaltigen Beziehungen zwischen chinesischer und europäischer Kultur thematisierte. Bis zu 30 m lange Querrollen konnten in den einfachen, von Jürg Steiner konstruierten, Vitrinen im Umgang des Lichthofs ausgestellt werden. Die abgebildete Pultvitrine, die in der Neigung ausgerichtet und modular zusammengesetzt werden kann, wurde zum Vorbild entsprechender Konstruktionen bei weiteren Ausstellungen. Mit sparsamen Mitteln ein würdiges Ergebnis zu erreichen, war das Ziel dieser Ausstellungsgestaltung. Weiterlesen

Palastmuseum Peking – Schätze aus der Verbotenen Stadt

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg

Die Berliner Festspiele organisierten diese erste Ausstellung aus Beständen des Palastmuseums Peking im Erdgeschoss des Martin-Gropius-Baus unter der Leitung von Lothar Ledderose und Herbert Butz. Fast alle Objekte wurden in eigens für sie hergestellten luftdichten Vitrinen gezeigt. Eine Innenkonstruktion aus Stahlquadratrohr und äusseren Abdeckprofilen aus Winkelstahl liess eine Konfiguration zu, bei der die Glaskanten nicht bearbeitet werden mussten, was die Herstellungskosten senkte. Leuchten mit asymmetrisch gebogenen, rinnenförmigen Spiegelreflektoren wurden auf die Vitrinen gelegt; mit minimaler Leistung leuchteten sie die Objekte in den verdunkelten Räumen von oben bis unten gleichmässig aus.
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