Archiv für das Jahr: 1993

Orangerie ‘93

Internationaler Kunsthandel in der Orangerie des Schlosses Charlottenburg 09/1993

1993 fand die Kunsthandelsausstellung ›Orangerie‹ zum letzten Mal in den namensgebenden Räumen des Berliner Schlosses Charlottenburg statt. Bernd Schultz, der Motor der Veranstaltungsreihe, hatte inzwischen sein Amt weitergegeben. Es war auch die letzte Orangerie, die Jürg Steiner gestaltete.

Zum ersten Mal wurde das Prinzip der Kunsthandelsmesse ohne Kojen durchbrochen. Einige Händler erhielten eigens für sie gestaltete Bereiche. Die erste Aufnahme zeigt eine hohe, frei einsehbare Vitrine, die für ein ganzes Ensemble konzipiert wurde: Das vollständige Service sollte möglichst originalgetreu auf edlen Tischtüchern präsentiert werden. Vitrinen dieser Art sind des Öfteren konzipiert worden. Ihre Statik beruht auf räumlichen Tektonik und der Stabilität von Einscheibensicherheitsglas, das an der Ober- und Unterkante von Glasleisten gehalten wird.

Das letzte Bild zeigt den Höhepunkt der Beleuchtungsinszenierung in der Orangerie als Mischung zwischen Tages- und Kunstlicht. An Stromschienen hinter dem Wandabschlussprofil sind leichte Auslegerleuchten befestigt, die praktisch jeden Punkt in näherer Umgebung treffen. Die im Haus vorhandene, stimmungshemmende, indirekte Beleuchtung der beiden Flügel und die verflachenden Fluter des Deckenbildes in der zentralen Halle blieben ausgeschaltet.

Der richtungsgebende Vorsitzende des Vereins der Berliner Kunst- und Antiquitätenhändler e.V., Bernd Schultz, hinterließ sein Amt den Totengräbern des Orangerie-Konzepts, die daraus kein nachhaltig Neues zu entwickeln wussten.

Fotos: Hermann Kiessling, Berlin

1993 – Orangerie ’93

 

Märkisches Museum, Beleuchtung zweier Säle

Stadtmuseum Berlin 06/1993

Gemeinsam mit der Kommissarischen Direktorin des Museums, Renate Altner, und dem Chefrestaurator, Prof. Ingo Timm, entwickelte Jürg Steiner im Auftrag der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten zwei sensible, in sich geschlossene Beleuchtungssysteme. Beide Räume haben aufwändig vertäfelte Holzdecken, die dennoch zu unterschiedlichen Lösungen führten.  Weiterlesen

Chinas Goldenes Zeitalter – Die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) und das kulturelle Erbe der Seidenstraße

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund 05/1993

Im ebenfalls von Jürg Steiner gestalteten Erweiterungsbau des Museums konnte unter der Leitung des Sinologen Dieter Kuhn (Würzburg) und des Leitenden Städtischen Museumsdirektors Wolfgang E. Weick die spektakuläre Ausstellung aus Museen von Dortmunds Partnerstadt Xian gezeigt werden. Insbesondere ein 18 Tonnen schwerer Sarkophag errege Aufsehen.
Weiterlesen