Märkisches Museum, Beleuchtung zweier Säle

Berlin 06/1993

Gemeinsam mit der Kommissarischen Direktorin des Museums, Renate Altner, und dem Chefrestaurator, Prof. Ingo Timm, entwickelte Jürg Steiner im Auftrag der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten zwei sensible, in sich geschlossene Beleuchtungssysteme. Beide Räume haben aufwändig vertäfelte Holzdecken, die dennoch zu unterschiedlichen Lösungen führten. 

Der Fayence-Saal in neuem Licht
Für diesen Saal adaptierten wir ein Seilleitersystem mit isolierten Stromführungen auf Niedervoltbasis, das an wenigen, durch Auslässe vorgegebene Stellen an der Decke aufgehängt und zu den Wänden gespannt wurde. Grundprinzip dieses Lichtsystems ist eine Entblendung der einzelnen Brennstellen, hier durch mattierte Glaszylinder erreicht. In diesen werden Kaltlichtspiegelreflektorlampen in der Lichtachse verschiebbar gelagert. Den Glaszylinder zeichnet aus, dass das Nebenlicht diffus für die Raumbeleuchtung und Stimmung zum Einsatz kommt, um dadurch den gesamten Lichtstrom zu nutzen.

Beleuchtung des Innungssaals
Die Aufgabe für die Lichtgestaltung war, die Harmonie von Thema, Objekten und Raum zu befördern. Man darf behaupten, dass eine Leuchte praktisch nicht eingesetzt wurde, vielmehr schwebt dank des Drehrades die Halogenglühlampe im Raum, genau an den vom Deckenbild vorgegebenen Stellen. Die schöne Mischung zwischen Kunst- und Tageslicht verhilft dem Raum zu seiner besonderen Wirkung.

Broschüre
Märkisches Museum – Beleuchtung zweier Säle