Das Neue Dortmund

Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund 04/2002

 

Mit dem Untertitel ›Planen, Bauen, Wohnen in den fünfziger Jahren‹ galt es für die umfassende Betrachtung einer Dekade ein Präsentationssystem zur Aufnahme unterschiedlichsten Ausstellungsguts zu schaffen, das gleichzeitig ein Raum bildendes Bauelement darstellt. In Anlehnung an die Möbel der Dortmunder Firma Pohlschröder werden gefaltete Blechplatten als Ständer, Wandelement, Flachvitrine (vertikal und horizontal) und als Podestfläche einsetzbar. Die von Gisela Framke konzipierte, chronologisch-inhaltliche Abfolge findet in der nüchternen Umsetzung ihre Entsprechung. In den neunziger Jahren vom Büro Steiner entworfenen Sonderausstellungshalle des Museums mit der Erstausstattung von Vitrinen, Lichtinseln und Beleuchtungskörpern passt sich das Ausstellungssystem problemlos an. Die lange Fensterfront des Sonderausstellungsbereichs verkleidet eine Modulwand, die vielfach durchbrochen, neben der spannenden Präsentation für das Publikum der Ausstellung auch Einblicke von Außen in die Ausstellung ermöglicht. Der Leitende Städtische Museumsdirektor Wolfgang E. Weick legte Wert darauf, dass das Ausstellungssystem für das damals damals in Planung befindliche Brauerei-Museum Dortmund mitzubedenken war.

2002 Das Neue Dortmund