Amerikanische Kunst im 20. Jahrhundert

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg 04/1993

Zentrale Exponate der von Christos M. Joachimides und Norman Rosenthal kuratierten Ausstellung waren die im Lichthof dem Abstrakten Expressionismus zuzuordnenden Gemälde der 1950er Jahre.
Die umlaufenden Arkaden der Halle wurden beiderseits in hohe Gipskartonwände eingebettet. Ins Rauminnere wölbte sich eine Voute in Form einer mit mattiertem Glas belegten Konstruktion aus System 180. An deren innerem Abschluss ließen sich die Wände dank einer umlaufenden Stromschiene mit Museumsspots beleuchten. Zwei U-förmige Wandelemente bildeten einen inneren Raum, an dessen Aussenseite das Mural von Jackson Pollok gehängt wurde. Ein Schleiernesselsegel schützte den Raum vor zu viel Tageslicht und schloss die huge gallery virtuell nach oben ab, ohne die Gestalt des Lichthofs zu negieren. Dieser einmalige temporäre Raum zeichnete sich durch eine von kaum einem Museum erreichte Lichtführung aus, mit harmonischer Mischung von Tages- und Kunstlicht, das durch den idealen Winkel und die Vielzahl von Leuchten die Wände mittenbetont gleichmäßig ausleuchtete.

Der Umgang – ebenso mit einer Fläche von 600 qm wie der Innenhof – wurde durch die Wände ein idealer Ort für die Präsentation von Video- und Lichtkunst.

Die umliegenden Räume setzten die Qualität des Lichthofs fort.

Fotos: Werner Zellen, Berlin