Totenfloß

07/1999

Das Anhaltische Theater führte das Stück von Harald Müller im Erdgeschoss des Krafwerks auf.
Beklemmend arbeitete Henning Rühles Inszenierung die Verlorenheit und hemmungslose Gewalt von Überlebenden nach einem Atomunfall heraus. Mit behutsamen Eingriffen machte das Bild von Jürg Steiner das Erdgeschoss als szenischen Raum nutzbar. Aus dem eingebauten ›Totenfloß‹ ragte als ›Steuerrad‹ ein Schieber der stillgelegten Wasserhaltung heraus. Die Theateraufführung fand parallel unserer kulturhistorischen Ausstellung unter strom – Energie, Chemie und Alltag in Sachsen-Anhalt 1890 bis 1990 statt.
Man sollte diesen Raum mit einer Tiefe von über 200 m für weitere grosse Veranstaltungen erhalten und ausbauen, wie das Kraftwerk insgesamt für die Zukunft erhalten und als Schauplatz der Kultur weiterhin bespielt werden sollte.

Dokumentation Totenfloß