Bausystem ›Rahmen 2000‹

Stellwände, Vitrinen, Geländer 05/1999

 

Gemeinsam mit dem Direktor der Burg Altena, Stephan Sensen, wurde dieses neuartige Bauelement entwickelt. Die Grundidee entstand aus dem Wunsch, mit gläsernen Stellwänden auch flache Vitrinen bilden zu können.
In Rahmen aus Flachstahl 30/5 mm ließen wir mittels eines besonderen Klebeverfahrens Sicherheitsglasplatten einkleben. Diese sind entweder transparent, wie bei den vorderen Rahmen auf dem ersten beiden Bildern, oder mattiert, wie beispielsweise die Rückwand einer Vitrine. Blechbänder, zur Stabilität mit Sicken ausgestattet, verbinden die beiden Wandelemente in Längsrichtung.
Die Bilder 3 bis 8 zeigen die Ausstellung ›Duell‹, die 2009 auf der Burg Altena gezeigt wurde mit zusätzlichen Elementen aus diesem System. Auf Bild 9 ist das Sonderausstellungssystem des Brauerei-Museums Dortmund zu sehen, auf dem letzten Bild eine Abschrankung im Ostchor des Naumburger Doms.
Dieses hybride System wurde von uns ›Rahmen 2000‹ getauft und fand seitdem viele Anwendungen, zum Beispiel bei den Ausstellungengen Der Ball ist rund und Wasser in der Stadt.

Durch die Verklebung von Glas und Stahlrahmen entsteht eine kuchenblechartige Form eines hybriden Bauelements, bei dem die beiden Materialien ihre Stärken ausspielen können: im Stahl sind Verbindungen mittels Bohrungen und Gewinden möglich, das Glas – dreimal leichter als Stahl – dient als Versteifung – ähnlich einem Windverband. Den Rahmen 2000 zeichnet die minimierte Rahmenfläche und eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Belastungen von außen aus; die Glaskanten sind gut geschützt und der Materialverbund gewährleistet die Verwindungssteifigkeit.