Archiv des Autors: Prof. Jürg Steiner

35 Jahre Drehradleuchte

Intelligente Lichtgestaltung 11/2020

1986 entstanden die ersten Leuchten mit Drehrädern. Das Drehrad verfügt über die Besonderheit, entweder eine Miniaturreflektorlampe formschlüssig oder einen Glaszylinder kraftschlüssig zu halten. Die Lampe oder der Glaszylinder können sich um die Achse der Drehradhalters und in diesem in der anderen Achse um gut 180° gedreht werden. Den Anwendungsbeispielen sind kaum Grenzen gesetzt. Die Entwicklung startete mit Leuchten für Niedervoltlampen, inzwischen gibt es Leuchten, die mit Hochvoltlampen bestückt werden können.
Halten die Drehräder einzelne Lampen entsteht ein filigranes Lichtobjekt; die Ausrichtung von Lampen geschieht gleichsam schwebend Raum. Halten die Drehräder einen Glaszylinder, wird die Einheit zur Leuchte. Die Entblendung durch die Glaszylinder bewährt sich besonders bei engstrahlenden Lampen, diese können im Zylinder weit nach hinten geschoben werden, um das Nebenlicht weitgehend zu diffundieren, was bei breit strahlenden Lampen weniger wichtig ist, sodass es sich empfiehlt, diese eher nach vorn zu schieben. Nachfolgend eine Auswahl von Projekten mit Drehrad: Stabkronleuchter Villa GrisebachLiteraturhaus BerlinPrototypen der Design-WerkstattKarsten Klingbeil SkulpturenDie Mongolen, Dauerausstellung Burg Altena›Auftritt einer Kulturlandschaft‹ in Raesfeld, Luisenhütte Balve-Wocklum, Brauerei-Museum Dortmund

2020 Drehradleuchten

Pergola in Berlin-Westend

Stahlrohrkonstruktion in Form eines Dreigelenkbogens 08/2020

Die Pergola aus System 180 zeigt als erstes, dass eine Tragwerkkonfiguration, die Friedrich Zollinger in den 1920er Jahren aus kurzen Holzbohlen vielfach realisierte, bis heute weiterentwickelt werden kann und dass sich zweitens das System 180 für die Realisierung einer entsprechenden Struktur adaptieren lässt. Das Tragwerk als Dreigelenkbogen vereinfacht die Montage und gewährleistet eine gute Durchfahrbreite, die bei einem rein teilkreisförmigen Bogen unverhältnismäßig breit geworden wäre. Die Pergola soll vorerst Pflanzen als Rankhilfe dienen und Erkenntnisse für größere Bauwerke vermitteln.

2020 Pergola

Mediale Aufwertung

Burg Altena 02/2020

Im Auftrag der Märkischen Kulturstiftung Burg Altena erstellten wir unter der Federführung Stephan Sensens 2019 die Machbarkeitsstudie für die mediale Aufwertung der kulturhistorischen Dauerausstellung auf der Burg Altena (Burg 2000). Dabei soll das vielfach gelobte szenografische Werk aus dem Jahr 2000 materiell erhalten bleiben; immateriell gilt es dem Wandel der Seh- und Wahrnehmungsgewohnheiten Rechnung zu tragen.
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