Archiv für das Jahr: 1997

Die Epoche der Moderne Kunst im 20. Jahrhundert – Vorbau

Martin-Gropius-Bau, Berlin-Kreuzberg 05/1997

Die Veranstalter der Ausstellung Die Epoche der Moderne – Kunst im 20. Jahrhundert legten Wert auf ein Signal, das Aufmerksamkeit für die spektakuläre Schau erregen sollte. Vorgeschlagen wurde von Architektenseite ein werblich nutzbarer und zugleich nützlicher Vorbau, der die Besucher zu dem etwas versteckt liegenden Eingang im Süden des Hauses führen sollte. Das Vordach war ein guter Treffpunkt. Die Öffnungen des Vorbaus wurden in den Zugangsrichtungen auf beiden Seiten des Hauses angelegt. Doppelgitterträger aus System 180 fanden Halt auf einem Sandsteinprofil des Gebäudes. Als Abdeckung wurde grün eingefärbtes Glas aufgelegt. Weiterlesen

Die Epoche der Moderne – Kunst im 20. Jahrhundert

Martin-Gropius-Bau, Berlin

Für diese große Kunstausstellung, gemeinsam vom Guggenheim Museum New York, der Royal Academy London und der Zeitgeist-Gesellschaft Berlin veranstaltetet, galt es den Lichthof für eines der fünf Themenfelder umzurüsten. Die vertiefte Innenfläche wurde auf das Niveau des Umgangs angehoben, wodurch eine fast 1200 qm große Ausstellungfläche entstand. Hohe Wände von der gleichen Stärke wie die Säulen des umfassenden Arkadengangs standen jeweils auf den Verbindungslinien zweier sich gegenüberstehenden Säulen. PAR-Scheinwerfer leuchteten, selbst unsichtbar, aus Dachaussparungen mit Klarglas. Für die umliegenden Räume sorgten ein dezentes Farbkonzept und feine Vorhänge für Eleganz und Würde; der Mehrzwecksaal wurde zur musealen Porträtgalerie.

1997 Die Epoche der Moderne

Veranstalter
Zeitgeist-Gesellschaft e.V., Berlin
Vorstandsvorsitzender: Friedrich Weber
Generalsekretär: Prof. Christos Joachimides

Architektur und Bauleitung
Jürg Steiner
Jörg Zander
Hasso von Elm

Ausführung
Museumstechnik GmbH (Trockenbau, Vorhänge, Aufbau)
System 180 GmbH (Wand- und Bodenkonstruktion)
EMA GmbH (Anstriche, Sonderbauten)

Fotografien
Werner Zellien

 

Vitrinensystem der Burg Altena

Museen des Märkischen Kreises 05/1997



 

Stephan Sensen, der neue Direktor der Altenaer Museen, bat um Entwicklung eines modularen Vitrinensystems für den Wechselausstellungsraum auf der Burg Altena.
Das System der Ausstellung Feuer und Flamme – 200 Jahre Ruhrgebiet hatte sich so bewährt, dass es gemeinsam mit dem Museumsleiter, dem Chefrestaurator des Westfälischen Museumsamtes, This Karstens und dem Haustechniker Andreas Gerstendorf für die Burg weiterentwickelt wurde: 10 mm starke Glasscheiben sind teilweise nicht nur geschraubt, die letzte kann auch mit einem Schloss versehen und nicht ohne passenden Schlüssel geöffnet werden. Die Kanten sind mit Dichtungsband unterlegt, um eine hohe Staubdichtigkeit zu erzielen. Die Vitrinen lassen sich zu großen stabilen Einheiten kombinieren. Als Bodenplatte wählte man polierte Grauwacke. Das System ist seit Ende der 1990er Jahre ununterbrochen im Betrieb und sieht immer noch wie neu aus. Es wurden sowohl Hoch- als auch Sockelvitrinen hergestellt, gut zu sehen auf dem drittletzten Bild aus der Sonderausstellung ›Duell‹, die 2009 auf der Burg Altena gezeigt wurde. Ebenfalls wurde dort auch mit einer Marmorbüste Alexander Schnütgens die Stabilität des Systems unter Beweis gestellt.
Nicht wenige Plagiate – zum Beispiel in Oberhausen und Berlin – sind ohne Einverständnis der Entwurfsverantwortlichen in Gebrauch!