Digitale Exponatbeschriftung

Domschatzgewölbe des Naumburger Doms 09/2019

 

Das Domschatzgewölbe im Untergeschoss der Domklausur am Naumburger Dom St. Peter und Paul beherbergt herausragende Schätze der Vereinigten Domstifter. In großzügiger Anordnung aus dem Jahr 2006 reihen sich Preziosen entlang der Seitenwände und finden in der Kopfwand mit einer Pietà ihren Abschluss. Später hinzugefügte Geländer halten überneugierige Menschen auf Abstand. Wegen der geheimnisvollen Beleuchtung waren die vorhandenen Exponattexte nicht überall gut zu lesen. Darüber hinaus sollten vertiefende Informationen bereitgestellt werden. So bildete sich ein Team, dem die Aufgabe oblag, nicht nur eine Optimierung, sondern auch eine Erweiterung zu entwickeln, sowohl betreffend Inhalt als auch sprachlicher Vielfalt. Die sieben ersten Bilder zeigen Raumeindrücke, drei weitere zeigen Entwurfsskizzen und die vier letzten das Screen-Design eines Objekts (Exponatbeschriftung und Vertiefungsebenen) als englisches Beispiel.

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›HeimatRaum‹

Gut Rödinghausen, Menden im Sauerland 06/2019

Der durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege möglich gemacht wordene ›HeimatRaum‹ auf Gut Rödinghausen zeigt in jeder Ecke des Raums eine zeittypische Küchensituation als Knotenpunkt des Lebens in der Heimat aus verschiedenen Epochen. Um die Ecken inszenieren zu können, werden sie durch eine räumliche Abtrennung geschützt. Diese besteht aus gläsernen Korpussen, die geeignet sind, Objekte oder Bildschirme aufzunehmen. Im Vordergrund sind dadurch, vor Zugriff geschützt, detailliert zu betrachtenden Alltagsobjekte ausgestellt – im Hintergrund baut sich das symbolische Arrangement auf. Zusammen formulieren sie einen Prototyp des Museums der Volkskunde unter der Überschrift ›Von der Bauernschaft zum Industriestandort – Ortsteile im Wandel‹.

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Fragmente einer Dauerausstellung

Gut Rödinghausen, Menden-Lendringsen (Sauerland)

Nach gewonnenem Gestalterwettbewerb Gut Rödinghausen 2015 zog sich die Bearbeitung über Jahre. Anfang 2018 konnte, noch auf der Baustelle, ein Prototyp ›Fachwerkvitrine‹ erstellt werden, um das ambitionierte Konzept zu überprüfen. 2018 war dann die Feinplanung Gut Rödinghausen abgeschlossen – ein Zwischenschritt, der durch Verzögerungen im Bauablauf das Projekt am Laufen hielt und dem die Ausschreibungen folgten. Ende Juni 2019 hätte die Ausstellung fertig sein sollen. Der so genannte ›Heimatraum‹ auf Gut Rödinghausen und die inzwischen realisierte Lichtplanung konnten übergeben werden – die Dauerausstellung bleibt vorerst fragmentarisch, da sich die Lieferung der komplexen Vitrinen verzögert. Kapitel 4 ›Nadelfabrikation‹ ist mit dem wieder aufgebauten Musterfachwerk fertig (1. bis 3. Bild)
Kapitel 7 mit dem Thema ›Arbeit‹ ist fast fertig (4. bis 6. Bild), gefolgt vom Kapitel ›Licht‹ (7. bis 9. Bild). Im Kapitel 12 ist nur die ›Devotionalien-Vitrine‹ fertig eingerichtet (10. Bild) – eine Ausstellung  mit sakralen Vertikalpanoramen des Ausstellungsarchitekten überspielt Fehlstellen (letztes Bild).
Besonderes Augenmerk gilt der Beschriftung. Exponatbeschreibungen sind waagrecht oder mit entsprechenden Haltern schräg und senkrecht nahe am Objekt so zu platzieren, dass das Lesen und Zuordnen einfach fällt (8. und 9. Bild).