Haus der Wannsee-Konferenz – Beleuchtung

Am Großen Wannsee 56, Berlin-Zehlendorf 02/1992

In der großbürgerlichen Villa Haus der Wannsee-Konferenz galt es ein Beleuchtungssystem zu kreieren, das der dort gezeigten Dauerausstellung sowohl entspricht als auch den Räumen gerecht wird. Die bis auf einen Raum (letztes Bild) grundsätzliche Beschränkung auf den durch Deckengestaltung vorgegebenen Mittelauslass führte zum Konzept des auskragenden Kronleuchters.

Feine Stahlseile halten polierte Aluminiumröhrchen in der Waage. An den Knotenpunkten befinden sich E27-Fassungen, die in den kleineren Räumen Globe-Lampen aufnehmen und in den größeren längliche Kompaktleuchtstofflampen mattierte Glaskugeln halten. Eine bessere Konstellation von Raumeindruck und sachgerechtem Ausstellungslicht ist kaum vorstellbar – die vielen, weit verteilten Leuchten erzeugen ein gleichmässiges, stilvolles Allgemeinlicht. Auf dem letzten Bild ist zu erkennen, wie wir dezent im flachen Baldachin auch Brand- und Bewegungsmelder integrieren konnten. Hasso von Elm, der zusammen mit Jürg Steiner das Konzept verwirklichte, erhielt bei jedem Zusammentreffen mit dem Gründungsdirektor Gerhard Schoenberner überschwängliches Lob für die Lichtlösung.