Villa Grisebach

Architektonisch-museologische Beratung Villa Grisebach, Berlin 12/2014

Die Architekten Jan Bassenge und Peter Wyszecki waren mit dem Ausbau von mehreren Ladengeschäften zu einem Auktionssaal mit Ausstellungsräumen betraut. Sie entwickelten das von uns im dritten Stock des Stammhauses entworfene mobile Stellwandsystem weiter. Bernd Schultz, auf dessen Initiative die neuen Räume das Programm der Villa Grisebach verbessern sollen, beauftragte Jürg Steiner mit architektonisch-museologischer Beratung.

Dieser schlug vor, den notwendigen Abgang zum Keller in Längsrichtung hinter dem Treppenhaus der darüber liegenden Wohnungen anzuordnen um so zwei langrechteckige Ausstellungs- und Empfangsräume an der Fasanenstrasse mit viel Wandfläche zu schaffen. Zweitens empfahl er, den Auktionator ans Ende des Raum-Kontinuums mit Blick auf den Eingang zu platzieren. Steiners Idee, die Decke zum Erreichen eines möglichst hohen Raumvolumens, zur akustischen Optimierung und zur Angleichung schwieriger Grundrissbesonderheiten in Kassettenform zu gestalten, wurde gefolgt.

Dem Vorschlag, die Stromschienen nicht ins Gebälk sondern in die oberen Flächen zu legen, damit die Scheinwerfer nicht ins Lichtraumprofil hinunterragen, wollten die Architekten nicht folgen, dafür setzten sie zusätzliche Fugen in die Kassettenfelder.

Die ersten drei Bilder zeigen die Ausstellung ›BRD – Contemporary Art from Germany‹ zur Auktion am 28. November 2014.