1914 – Mitten in Europa – Beleuchtungsplanung der Bunkerebene

Mischanlage Kokerei Zollverein, Essen 04/2014

Für die Ausstellungsbereiche in der Bunkerebene mit einer lichten Raumhöhe von 9 Metern basierte unser Konzept auf tiefstrahlenden Leuten mit einem sehr engen Abstrahlwinkel ohne Nebenlicht. Ausschließlich die Ausstellungsstücke sollten so hell, wie konservatorisch verantwortbar, ausgeleuchtet sein. Bei der zu beleuchtenden Grundfläche handelte es sich um eine 25 m x 35 m große fensterlose Ebene, die in zwölf gleich große Bunker aufgeteilt ist. Auf dieser Fläche von etwa 600 Quadratmetern, wurden 200 Strahler zum gezielten Ausleuchten einzelner Raumszenerien verteilt und in die  vorhandenen Stromschienen eingesetzt.

Die Leuchten wurden in minimaler Eigengestalt hergestellt. Der Transformator ist im Dreiphasenadapter untergebracht. Die Leuchte kann in einem Raumwinkel von annähernd 180° stufenlos eingestellt werden und ist mit einer Niedervolt-Halogenlampe Typ G53 mit Entblendungskappe bestückt. Die Lampe mit einem Abstrahlwinkel von 4°  wird über zwei Klemmbügel minimalistisch, ohne Einsatz von Werkzeug am Adapter fixiert. Durch die gewählten Leuchten verschwinden die die oberen Bereiche der Wände und die Bunkerdecken in dunkler Höhe.

Die zusätzliche Variante einer Bodenleuchte ist speziell für die große Waffenvitrine und die Szenerie mit auf dem Boden verteiltem Waffenschrott entwickelt worden.

Auftraggeber
LVR-Industriemuseum, Oberhausen
Ruhr Museum auf Zollverein, Essen

Ausstellungsleitung
Prof. Heinrich Theodor Grütter, Dr. Walter Hauser

Lichtinszenierung
Jürg Steiner

Leuchtenentwicklung und Fertigung
müllerundröhrig gmbh, Essen

Beleuchtungseinrichtung
Evelution, Essen

Links

www.industriemuseum.lvr.de
www.ruhrmuseum.de