1914 – Mitten in Europa

Die Rhein-Ruhr-Region und der erste Weltkrieg, Ausstellung, Mischanlage Kokerei Zollverein, Essen 04/2014

Nach dem gewonnen Wettbewerb galt es, den Ort der Ausstellung ›1914 – Mitten in Europa‹, die Mischanlage auf der Kokerei Zollverein, mit der inszenierten Raumfolge zu synchronisieren. Die sinnfällige Epochenabwicklung der drei Hauptebenen der Mischanlage führte zu drei ganz verschiedenen, dennoch harmonierenden Akten der Gestaltungsrhetorik.
Auf der Verteilerebene ganz oben breitet sich, eingepasst in Maschinen und Einrichtungen, der kulturelle und technische Vielklang am Vorabend des Krieges aus.
In der dunklen Bunkerebene betäubt der Krieg die Region ohne sie direkt zu erreichen.
Als dritter Akt in der lichten ›Trichterebene‹ erklingen die Folgen des verlorenen Kriegs synkopisch mit den technischen und gesellschaftlichen Fortschritten.
Auf der letzten Nebenebene, dem Rollenlager, ist gleichsam die Todesfuge der Weimarer Republik zu durchschreiten.

Die besondere Herausforderung beim Arrangement der Ausstellung war, dieser Gemengelage gerecht zu werden. Indem Vitrinen zu einer gläsernen Innenarchitektur komponiert wurden, erklingen Thema, Objekte und Raum im Dreiklang.

Auftraggeber
LVR-Industriemuseum, Oberhausen
Ruhr Museum auf Zollverein, Essen

Ausstellungsleitung
Prof. Heinrich Theodor Grütter, Dr. Walter Hauser

Ausstellungsarchitektur
Jürg Steiner, Anna Kasprzynski, Andreas Froncala, Markus Ringpfeil, Monika Korolczuk

Fotos
Jürg Steiner

Ausstellungsdauer
30. April bis 26. Oktober 2014

Link
www.industriemuseum.lvr.de
www.ruhrmuseum.de

Download Broschüre
Gestaltung 1914 – Mitten in Europa