13 Tafeln von Willi Baumeister – Beleuchtungsinszenierung

Bergische Universität Wuppertal 06/2013

Der international renommierte Maler Willi Baumeister (1889 bis 1955) verlor seine Professur in Frankfurt nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933. Ende der 1930er Jahre wirkte er in Wuppertal, wo der Lackfabrikant Dr. Kurt Herberts ihm und anderen Künstlern Aufträge zur Erforschung über antike und aktuelle Maltechniken übertrug. Aus der Schaffensperiode bis 1941 stammen 13 Tafeln, die zur Sammlung der Bergischen Universität Wuppertal gehören. Diese hängen seit 2009 im zentralen Hörsaalgebäude im Campus Freudenberg auf einer großen polygonalen Wand mit Türen, Heizkörpern und vertikalen Vorlagen. Das zu entwickelnde Beleuchtungskonzept beeinflusste der unruhige Luftraum, in dem auch Allgemeinleuchten und notwenige Zugstäbe des Tragwerks hängen.

Die Wahl fiel auf sehr eng strahlende Lampen, in großer Entfernung wartungsfreundlich befestigt. Eigens gefertigte Gehäuse wurden notwendig. Eine an die Wand montierte Stromschiene nimmt 14 Leuchten auf, da auch der Bronzekopf des Universitätsmitgründers Johannes Rau zu beleuchten ist.

Zusammen mit Dr. Joachim Studberg, dem Leiter des Archivs und Kurator der Kunstsammlung der Universität, gelang es, eine angemessene blendfreie Beleuchtung zu installieren, die eine gewisse Festlichkeit und museale Grundstimmung in den nüchternen Raum bringt, der Foyer und Verkehrsfläche zugleich ist.

Lichtdesign
Jürg Steiner

Hersteller
Vollwerk, Berlin

Lampe
HALOSPOT 111 ECO 35 W 12 V 4° G53

Links
www.presse.uni-wuppertal.de/medieninformationen/ansicht/detail/10/juli/2013/artikel/beleuchtungsinszenierung-fuer-werke-von-willi-baumeister.html