Galerie Pels-Leusden Villa Grisebach

Fasanenstrasse 25 Berlin-Charlottenburg 04/1986

Der Kunsthändler und Auktionator Bernd Schultz betraute Jürg Steiner mit der Innenarchitektur bei der Umnutzung der im Krieg stark beschädigten Stadtvilla. Für das dritte Obergeschoss entwickelte dieser ein Stellwandsystem, das seither für viele Ausstellungen genutzt werden konnte. (Bilder 6 bis 9)

Die Wände bestehen aus einer Stahlrahmenkonstruktion und sind mit höhenverstellbaren Bodenrollen ausgestattet. Über die verschieblichen oberen Bolzen können die Wände im Raum beliebig positioniert werden. Ohne großen Aufwand lassen sich verschiedene Ausstellungssituationen herstellen, wie Kabinette oder Fensterverkleidungen.

Seit Jahrzehnten sind die Lichtdecken in den unteren Geschossen Vorbild für manches Museum. Der Stableuchter im Eingangsfoyer (Bild 1) schafft den Spagat zwischen gezielter Beleuchtung und festlicher Atmosphäre. Die drei verschiedenen Raumaufteilungen – klassische Galerie in den beiden unteren Geschossen, Auktionssaal im zweiten und Galerie für kleinere Formate im dritten Stock zeugen von der intensiven und fruchtbaren Zusammenarbeit von Bauherrschaft und Innenarchitekt.