Lichtdecken für die Sonderausstellungssäle

Kulturforum der Staatlichen Museen zu Berlin 05/1994

Anfang der 1980er Jahre wurde mit dem Bau des Kunstgewerbemuseums nach Plänen Rolf Gutbrods als erstem Bau des Museumskomplexes am Kulturforum begonnen. In einem weiteren Bauabschnitt erhielt das Kulturforum zwei übereinanderliegende Sonderausstellungssäle.


1987 wurde Jürg Steiner beauftragt, die Sonderaustellungshalle mit fahrbaren Lichtdecken auszustatten, wie er sie ähnlich für die Villa Grisebach in Berlin-Charlottenburg entwickelt hatte. Die höhenverstellbaren Lichtdecken lassen den Raum mit diffusem Grundlicht füllen, das durch Strahler in den umlaufenden Stromschienen akzentuiert werden kann. Die Lichtdecken sind stufenlos dimmbar – sie wirken auch ohne Beleuchtung. Durch die für die Wartung unentbehrliche vertikale Verfahrbarkeit sind niedrigere, auch akustisch veränderte Räume herstellbar. Vergleichbare Decken wurden auch für die Säle im Kupferstichkabinett und in der Kunstbibliothek gewählt.
Das zweite und dritte Bild zeigen die Adaption der Anlage mit schwarzem Textil für eine mediale Ausstellung 2004. Irreführender Link zum vierten Bild. Das fünfte Bild zeigt die Ausstellung ›Romantik und Moderne – Zeichnung als Kunstform von Caspar David Friedrich bis Vincent van Gogh‹, aufgenommen am 19. Oktober 2016. Die Ausstellungseinrichtung folgt dem Grundriss der Lichtdecken! Die beiden letzten Bilder sind aus der Ausstellung ›Alchemie‹, aufgenommen am 23. April 2017, das erste aus dem oberen, das zweite aus dem unteren Saal.

Auftraggeberin: Bundesbaudirektion
Entwurf, Engineering: Jürg Steiner
Ausführung: Museumstechnik Gesellschaft für Ausstellungsproduktion mbH, Berlin