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›Heimatraum‹ auf Gut Rödinghausen, Menden 06/2019

Der durch die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege möglich gemacht wordene ›Heimatraum‹ auf Gut Rödinghausen zeigt in jeder Ecke des Raums eine Küchensituation als Knotenpunkt des Lebens in der Heimat. Um die Ecken inszenieren zu können, werden sie durch eine räumliche Abtrennung geschützt. Diese besteht aus gläsernen Korpussen, die geeignet sind, Objekte oder Bildschirme aufzunehmen. Im Vordergrund sind, vor Zugriff geschützt, detailliert zu betrachtenden Alltagsobjekte ausgestellt – im Hintergrund baut sich eine symbolische Assemblage auf. Zusammen formulieren sie einen Prototyp des Museums der Volkskunde unter der Überschrift ›Von der Bauernschaft zum Industriestandort – Ortsteile im Wandel‹.

Die tektonische Schichtung von ›Aquarien‹ bot sich bisher erst einmal als sinnfällige Lösung an, 2002 bei der Ausstellung Wasser~fälle. An Rhein und Maas.

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Heimatraum

Lichtplanung Gut Rödinghausen, Menden

Adaption von Bestandsleuchten und Neuentwicklungen 06/2019

Die Aufgabe, ein den klassizistischen – fast möchte man sagen, biedermeierlichen – Räumen und der vielfältigen Nutzung entsprechendes Lichtkonzept zu entwickeln, folgte vier Leitgedanken:

1.
Möglichst viele im Gut vorgefundene Leuchten aus unterschiedlichen Epochen galt es zu revidieren, mit zeitgemäßen Lampen und lichtlenkenden Hilfsmitteln auszustatten.

2.
Zusätzlich notwendige Leuchten sollten lichttechnisch den adaptierten, historischen Leuchten folgen – mit dezidiertem Augenmerk auf Entblendung.

3.
Alle LED-Lampen werden als gemeinsames Unterstützungsmoment von mattierten oder teilmattierten Mineralglaskörpern in Kugel-, Zylinder- oder ›Glühstrumpf‹-Form umhüllt.

4.
Ausschließlich LED-Lampen kommen zur Anwendung.

Es galt, eine Vielzahl von Leuchten zu entwickeln, die öffentlich und beschränkt ausgeschrieben und dank innovativer und engagierter Firmen gebaut und montiert werden konnten.

Beleuchtungsplanung Gut Rödinghausen

Fragmente einer Dauerausstellung

Gut Rödinghausen, Menden-Lendringsen (Sauerland) 06/2019

Nach gewonnenem Gestalterwettbewerb Gut Rödinghausen 2015 zog sich die Bearbeitung über Jahre. Anfang 2018 konnte, noch auf der Baustelle, ein Prototyp ›Fachwerkvitrine‹ erstellt werden, um das ambitionierte Konzept zu überprüfen. 2018 war dann die Feinplanung Gut Rödinghausen abgeschlossen – ein Zwischenschritt, der durch Verzögerungen im Bauablauf das Projekt am Laufen hielt und dem die Ausschreibungen folgten. Ende Juni 2019 hätte die Ausstellung fertig sein sollen. Der so genannte ›Heimatraum‹ auf Gut Rödinghausen und die inzwischen realisierte Lichtplanung konnten übergeben werden – die Dauerausstellung bleibt vorerst fragmentarisch, da sich die Lieferung der komplexen Vitrinen verzögert.
Kapitel 7 mit dem Thema ›Arbeit‹ ist fast fertig (erste drei Bilder), gefolgt vom Kapitel ›Licht‹ (viertes Bild). Kapitel 4 ›Nadelfabrikation‹ ist mit dem wieder aufgebauten Musterfachwerk fertig (5. bis 7.. Bild). Im Kapitel 12 ist nur die ›Devotionalien-Vitrine‹ fertig eingerichtet – eine Ausstellung  mit sakralen Vertikalpanoramen des Ausstellungsarchitekten überspielt Fehlstellen (drittletztes Bild).
Besonderes Augenmerk gilt der Beschriftung. Exponatbeschreibungen sind waagrecht oder mit entsprechenden Haltern schräg und senkrecht nahe am Objekt so zu platzieren, dass das Lesen und Zuordnen einfach fällt (zwei letzte Bilder).